Transport
Pferdeanhänger und TÜV: HU-Frist, Prüfplakette und kontrollierte Bauteile
Wann muss dein Pferdeanhänger in Deutschland zur Hauptuntersuchung? Hier erfährst du, wo der Termin steht, wie du die Prüfplakette liest, welche Bauteile kontrolliert werden und wie du den Anhänger vorher auf Mängel prüfst.
Equidara-Redaktion · 17. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Pferdeanhänger mit eigenem amtlichen Kennzeichen müssen in Deutschland laut TÜV Rheinland in der Regel alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung, kurz HU. Je nach Gewicht des Anhängers kann eine kürzere Frist gelten. Verlässlich ist der Termin, der in der Zulassungsbescheinigung Teil I oder auf der Prüfplakette am hinteren Kennzeichen steht. Kontrolliert werden unter anderem Rahmen, Lichtanlage, Reifen, Aufhängung und Bremsen.
Welches Prüfintervall gilt für deinen Pferdeanhänger?
TÜV Rheinland nennt das Intervall von zwei Jahren für Anhänger mit eigenem amtlichen Kennzeichen in Deutschland. Achte also zuerst auf diese Bedingung. Die genauen Fristen legt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung fest. Sie unterscheidet nach Art und Gewicht des Fahrzeugs, sodass für schwere Anhänger kürzere Abstände gelten können. Das kann einige große Pferdeanhänger betreffen.
Für die Planung deines Termins ist deshalb die eingetragene nächste Hauptuntersuchung wichtiger als das allgemeine Intervall. Statt den Termin selbst aus dem Abstand von zwei Jahren abzuleiten, liest du ihn direkt am Anhänger oder in seinen Fahrzeugpapieren ab. TÜV Rheinland nennt dafür die Zulassungsbescheinigung Teil I und die HU-Prüfplakette.
Wo steht der nächste HU-Termin?
Den nächsten Termin findest du laut TÜV Rheinland im Fahrzeugschein beziehungsweise in der Zulassungsbescheinigung Teil I. Gemeint ist hier das Fahrzeugpapier deines Anhängers, nicht das des Zugfahrzeugs. Wenn du den HU-Termin nachsehen möchtest, nimmst du also zuerst dieses Dokument zur Hand.
Die andere Möglichkeit ist die Prüfplakette auf dem hinteren Kennzeichen. Sie gibt ebenfalls Auskunft darüber, wann die nächste Hauptuntersuchung ansteht. Beim Ablesen kommt es darauf an, die Angaben für Jahr und Monat auseinanderzuhalten.
So liest du die Prüfplakette
TÜV Rheinland beschreibt die beiden Angaben so:
- Die Zahl in der Mitte bezeichnet das Jahr der nächsten Hauptuntersuchung.
- Die oberste Zahl im äußeren Kreis bezeichnet den Monat der nächsten Hauptuntersuchung.
Lies deshalb zuerst die Zahl in der Mitte und anschließend die Zahl ganz oben im äußeren Kreis. Zusammen ergeben sie Monat und Jahr der nächsten HU. Für den Monat ist die Position oben entscheidend, nicht eine beliebige Zahl im Kreis.
Was wird bei der Hauptuntersuchung kontrolliert?
Die Hauptuntersuchung umfasst verschiedene Bauteile des Anhängers. TÜV Rheinland nennt unter anderem diese Prüfbereiche:
- Rahmen
- Lichtanlage
- Reifen
- Aufhängung
- Bremsen
Die Kontrolle beschränkt sich also nicht auf einen einzelnen Bereich. Wenn du dich auf die HU vorbereitest, kannst du diese Bauteile als erste Orientierung nutzen.
Wichtig ist das Wort „unter anderem“: Die genannten Bauteile sind keine vollständige Aufzählung aller Prüfpunkte. Sie zeigen dir, welche Bereiche TÜV Rheinland ausdrücklich für die Hauptuntersuchung eines Anhängers nennt. Verstehe die Liste deshalb nicht als abschließenden Prüfplan.
Für eine vorbereitende Kontrolle weist TÜV Rheinland auf seiner oben verlinkten Seite zur Hauptuntersuchung von Anhängern auf eine eigene Checkliste hin. Damit kannst du deinen Anhänger bereits vor dem HU-Termin auf Mängel überprüfen. Die fünf Bauteile in diesem Beitrag ersetzen diese Checkliste nicht.
Wie bereitest du den Anhänger auf die HU vor?
Mit der Checkliste von TÜV Rheinland kannst du vor dem Termin nach Mängeln schauen. Die vorbereitende Kontrolle und die Hauptuntersuchung sind dabei zwei unterschiedliche Schritte: Du prüfst den Anhänger zunächst selbst, bei der HU kontrolliert dann die Prüfstelle die vorgesehenen Bauteile.
Wenn du bei der Vorbereitung Mängel feststellst, kannst du sie vor der Hauptuntersuchung beheben. Dadurch lässt sich laut TÜV Rheinland eine zusätzliche Nachuntersuchung vermeiden. Die Aussage ist an die Behebung der festgestellten Mängel geknüpft, nicht allein daran, dass du vorher einen Blick auf den Anhänger wirfst.
Für deine Vorbereitung kannst du so vorgehen:
- Lies den nächsten HU-Termin in der Zulassungsbescheinigung Teil I oder auf der Prüfplakette ab.
- Überprüfe den Anhänger vor diesem Termin mithilfe der Checkliste von TÜV Rheinland auf Mängel.
- Kümmere dich um die dabei festgestellten Mängel vor der Hauptuntersuchung.
So verbindest du die Terminangabe mit der vorbereitenden Kontrolle. Maßgeblich für den Termin bleiben die Fahrzeugpapiere oder die Plakette, für die Suche nach Mängeln nutzt du die Checkliste.
Häufige Fragen
Wie oft muss ein Pferdeanhänger in Deutschland zur HU?
Laut TÜV Rheinland müssen Anhänger mit eigenem amtlichen Kennzeichen in Deutschland in der Regel alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung. Für schwere Anhänger können kürzere Fristen gelten. Verlässlich ist der Termin in der Zulassungsbescheinigung Teil I oder auf der Prüfplakette.
Wo finde ich den nächsten HU-Termin?
Im Fahrzeugschein beziehungsweise in der Zulassungsbescheinigung Teil I des Anhängers und auf der Prüfplakette am hinteren Kennzeichen. Auf der Plakette steht das Jahr in der Mitte, der Monat ganz oben im äußeren Kreis.
Welche Bauteile werden bei der HU geprüft?
TÜV Rheinland nennt unter anderem Rahmen, Lichtanlage, Reifen, Aufhängung und Bremsen. Das ist keine vollständige Aufzählung aller Prüfpunkte.
Wie kann ich den Anhänger vor dem HU-Termin kontrollieren?
TÜV Rheinland weist auf seiner Seite zur Hauptuntersuchung von Anhängern auf eine Checkliste hin, mit der du den Anhänger auf Mängel überprüfen kannst. Werden festgestellte Mängel vor der HU behoben, lässt sich laut TÜV Rheinland eine zusätzliche Nachuntersuchung vermeiden.
Quellen
Geschrieben von Equidara-Redaktion. Stand: 17. Oktober 2026.
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