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Turnierstart in Deutschland: Nennung, Lizenz und Zeitplan

Von der Nennung bis zur Versorgung nach der Prüfung: So bereitest du einen Turnierstart nach den Regeln der FN vor, hältst den Meldeschluss ein und planst Ankunft und Abreiten.

Equidara-Redaktion · 7. Oktober 2026 · 4 Min. Lesezeit

Ablauf eines Turnierstarts von der Nennung über die Ankunft bis zur Prüfung
KI-generiertes Bild

Für einen Turnierstart in Deutschland brauchst du laut der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) eine gültige Jahresturnierlizenz oder Schnupperlizenz und eine abgegebene Nennung. Am Turniertag kommen weitere Schritte hinzu: Du erklärst deine Startbereitschaft, prüfst den Zeitplan, orientierst dich auf dem Gelände und bereitest dein Pferd auf die Prüfung vor. Wann Meldeschluss ist, steht in der Zeiteinteilung. Die Regeln in diesem Beitrag stammen von der FN und gelten für Turniere in Deutschland.

Anmeldung: Nennung und Turnierlizenz

Die Nennung ist deine Anmeldung für das Turnier. Für den Start reicht sie aber nicht. Neben der gültigen Jahresturnierlizenz oder Schnupperlizenz musst du der Meldestelle deine Startbereitschaft erklären. Damit bestätigst du, dass du in der jeweiligen Prüfung tatsächlich startest.

Die Frist dafür ist der Meldeschluss. Laut FN liegt er in der Regel spätestens eine Stunde vor jeder Prüfung, teilweise aber schon am Vortag. Maßgeblich ist die Zeiteinteilung. Liegt der Meldeschluss am Vortag, musst du deine Startbereitschaft entsprechend früher erklären.

Pferd, Ausrüstung und Anreise vorbereiten

Je nach Prüfungsbeginn und Dauer der Anreise empfiehlt die FN, Pferd und Ausrüstung schon am Tag vor dem Turnier vorzubereiten. Dazu gehören gründliches Putzen und Frisieren, gegebenenfalls auch das Einflechten. Reinige außerdem das Sattelzeug und kontrolliere es auf Schäden.

Damit Anreise und Turniertag ohne Stress beginnen, solltest du das Verladen und das Fahren mit dem Pferd frühzeitig üben. Plane für die Fahrt mögliche Staus ein. Rechne auch damit, dass du dich trotz Navigation verfährst, besonders bei der ersten Fahrt zu einem Turnier.

Eine Begleitperson kann dir beim Verladen, Abladen und Fertigmachen helfen. Sie kann Fragen an der Meldestelle klären und darauf achten, dass du rechtzeitig am Vorbereitungsplatz und am Start bist.

Ankunft: Erst orientieren und den Zeitplan prüfen

Nach der Ankunft empfiehlt die FN, noch vor dem Abladen zu klären, wo Vorbereitungsplatz und Prüfungsplatz liegen und wie du dorthin kommst. Prüf anschließend online oder an der Meldestelle, ob sich der Zeitplan geändert hat.

Für die Nutzung der Plätze gelten diese Vorgaben:

Deine Vorbereitungszeit am Starttag planen

Wie viel Vorbereitung dein Pferd braucht, kannst du zu Hause unter Turnierbedingungen ausprobieren. Leg dafür eine Startzeit fest und richte die Vorbereitung danach aus. Die so ermittelte Dauer ergibt laut FN zusammen mit zehn Minuten für Unvorhergesehenes einen Anhaltspunkt für das Turnier.

Viele Pferde brauchen in der fremden Turnierumgebung länger, bis sie losgelassen sind. Für die Gewöhnung an die Umgebung empfiehlt die FN meist zehn Minuten zusätzlich. Zu lange Wartezeiten können Pferde aber erschöpfen. Und zu viele Pferde auf dem Abreiteplatz erschweren allen die Vorbereitung.

Gestalte die Vorbereitung wie dein Training zu Hause, mit den gewohnten Schrittpausen nach der Lösungsphase. Der Vorbereitungsplatz dient der Prüfung, die gleich ansteht. Er ist nicht dafür da, Lektionen hartnäckig zu üben, die schon zu Hause nicht geklappt haben.

Halte auf dem Abreiteplatz die Bahnregeln ein, die die FN nennt:

Beim Springstart: Abreiten und Parcoursbegehung

Für die Vorbereitung vor einem Springstart nennt die FN etwa eine halbe Stunde als Richtwert, der vom Pferd abhängt. Bei zwei Minuten pro Start heißt das: Du beginnst mit der lösenden Arbeit etwa 15 bis 17 Pferde vor deinem Start.

Den fertig aufgebauten Parcours geben die Richter mit einem Klingelzeichen zur Begehung frei. Du besichtigst ihn grundsätzlich vor der Prüfung zu Fuß. Auf den Springplatz dürfen dafür nur Teilnehmer in Turnierkleidung und ihre Trainer. Nach Prüfungsbeginn ist eine Begehung nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Richter erlaubt.

Nach der Prüfung: Pferd versorgen und Siegerehrung beachten

Versorge nach der Prüfung zuerst dein Pferd. Bevor es zum Anhänger zurückgeht, sollte es sich auf dem Vorbereitungsplatz locker bewegen und entspannen können.

Nach der Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO), wie die FN sie darstellt, müssen in Deutschland die Paare auf den Plätzen eins bis sechs an Siegerehrung und Ehrenrunde teilnehmen. Hast du einen triftigen Grund, nicht teilzunehmen, etwa eine zeitgleiche Prüfung mit einem anderen Pferd, kläre das mit den zuständigen Richtern ab.

Häufige Fragen

Welche Lizenz brauche ich für einen Turnierstart in Deutschland?

Laut FN brauchst du eine gültige Jahresturnierlizenz oder Schnupperlizenz. Außerdem musst du deine Nennung für das Turnier abgegeben haben.

Reicht meine Nennung aus, um starten zu können?

Nein. Laut FN musst du der Meldestelle zusätzlich deine Startbereitschaft erklären. Der Meldeschluss liegt in der Regel spätestens eine Stunde vor der Prüfung, teilweise schon am Vortag. Maßgeblich ist die Zeiteinteilung.

Was sollte ich nach der Ankunft zuerst klären?

Die FN empfiehlt, noch vor dem Abladen zu klären, wo Vorbereitungsplatz und Prüfungsplatz liegen und wie du dorthin kommst. Prüf außerdem online oder an der Meldestelle, ob sich der Zeitplan geändert hat.

Wie viel Zeit brauche ich zum Abreiten vor dem Springstart?

Die FN nennt etwa eine halbe Stunde als Richtwert, der vom Pferd abhängt. Bei zwei Minuten pro Start beginnst du mit der lösenden Arbeit etwa 15 bis 17 Pferde vor deinem Start.

Quellen

  1. Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN): Ankunft, Startbereitschaft, Meldeschluss und Vorbereitung am Turniertag – pferdesport-deutschland.de

Geschrieben von Equidara-Redaktion. Stand: 7. Oktober 2026.

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