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Dressurprüfungen verstehen: Aufgaben, Klassen und FN-Regelwerke
Für eine Dressurprüfung brauchst du die konkrete Aufgabe und die geltenden Regeln. So helfen dir das Aufgabenheft der FN, die LPO und ergänzende Bestimmungen bei der Vorbereitung.
Equidara-Redaktion · 10. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Wenn du eine Dressurprüfung in Deutschland vorbereitest, brauchst du zwei Dinge: die konkrete Aufgabe und die geltenden Turnierregeln. Die Dressuraufgaben stehen im nationalen Aufgabenheft Reiten der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Die Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO) regelt unter anderem Teilnahme, Anforderungen und Ausrüstung. Für die Klassen E, A und L bietet das digitale Angebot der FN außerdem eine visuelle Orientierungshilfe. Welche Lektionen du übst, richtet sich nach der konkreten Aufgabe.
Klassenbezeichnung und konkrete Aufgabe unterscheiden
Eine Klassenbezeichnung und eine ausgeschriebene Aufgabe sind nicht dasselbe. Was du in einer Dressurprüfung reiten sollst, steht im Aufgabentext. Der Klassenbuchstabe allein sagt dir das nicht.
Laut dem FN-Angebot zu den Regelwerken enthält das nationale Aufgabenheft Reiten unter anderem Dressurprüfungen. Außerdem stehen darin Aufgaben für Reiterwettbewerbe sowie Basis- und Aufbauprüfungen. Lies darin genau die Aufgabe, die du reiten wirst.
Dabei lassen sich zwei Fragen trennen: Was sollst du reiten, und unter welchen Bedingungen darfst du starten? Die erste Frage beantwortet die Aufgabe, die zweite die LPO. Beide Texte ergänzen sich bei der Vorbereitung.
Das digitale Aufgabenheft nutzen
Im digitalen Angebot der FN kannst du dir Dressuraufgaben vorlesen lassen. Bei den Aufgaben der Klassen E, A und L steht am Ende außerdem eine visuelle Orientierungshilfe. So erfasst du den Ablauf nicht nur über den Text.
Laut dem Online-Angebot der FN-Regelwerke sind unter anderem die LPO, das nationale und das internationale Aufgabenheft Reiten sowie die Wettbewerbsordnung für den Breitensport (WBO) mobil von allen Endgeräten aus zugänglich.
Was die LPO für Dressurprüfungen regelt
Die FN beschreibt die LPO als Regelwerk für den leistungssportlichen Turniersport in Deutschland. Sie legt unter anderem Teilnahmevoraussetzungen für Reiter und Pferde fest. Außerdem regelt sie den Turnierablauf, die Anforderungen der einzelnen Disziplinen und das Richten.
Auch die zulässige Zahl der Starts eines Pferdes pro Tag steht in der LPO. Die Vorbereitung beschränkt sich deshalb nicht auf das Lesen der Aufgabe. Teilnahme, Ablauf und Startmöglichkeiten prüfst du gesondert im Regelwerk.
Nach den Angaben des FNverlags ist die LPO für alle in der FN zusammengeschlossenen natürlichen und juristischen Personen verbindlich, die Leistungsprüfungen oder Pferdeleistungsprüfungen vorbereiten, durchführen, beaufsichtigen oder daran teilnehmen. Sie richtet sich also nicht nur an die startenden Reiter.
Ausrüstung und ergänzende Bestimmungen beachten
In Deutschland bestimmt die LPO auch die zulässige Ausrüstung. Dazu gehören zum Beispiel die Gebisse und Gamaschen, die in den jeweiligen Prüfungen erlaubt sind. Die Ausrüstung prüfst du deshalb getrennt vom Aufgabentext.
Der Ausrüstungskatalog der FN enthält für Dressur, Springen und Vielseitigkeit ergänzende und klarstellende Informationen zu § 68 und § 70 der LPO. Diese betreffen die Ausrüstung von Reitern und Pferden.
Zwischen Neuerscheinungen der LPO können außerdem Änderungen und Klarstellungen als Bekanntmachungen erscheinen. Laut FN gehören diese Ergänzungen zum gültigen Regelwerk. Besondere Bestimmungen der Landeskommissionen können LPO-Regelungen weiter definieren. Beachte deshalb die aktuellen Regelungen des Kommissionsbereichs in Deutschland, in dem das Turnier stattfindet.
Deine Vorbereitung ordnen
So kannst du die Unterlagen nacheinander durchgehen:
- Lies die konkrete Dressuraufgabe im nationalen Aufgabenheft.
- Nutze bei Bedarf die Vorlesefunktion und bei E, A und L die visuelle Orientierungshilfe.
- Prüfe in der LPO die Teilnahmebedingungen und die Vorgaben zur Prüfung.
- Beziehe den Ausrüstungskatalog und ergänzende Bekanntmachungen ein.
- Beachte die besonderen Bestimmungen des zuständigen Kommissionsbereichs.
Für erste Starts in Wettbewerben beschreibt der FNverlag die WBO als Anleitung. Die LPO gilt dagegen für den leistungssportlichen Turniersport in Deutschland.
Häufige Fragen
Wo finde ich die konkreten Dressuraufgaben?
Das nationale Aufgabenheft Reiten der FN enthält unter anderem Dressurprüfungen. Es ist auch über das Online-Angebot der FN-Regelwerke zugänglich.
Welche digitalen Hilfen gibt es für E, A und L?
Laut FN lassen sich Dressuraufgaben im digitalen Angebot vorlesen. Die Aufgaben der Klassen E, A und L enthalten am Ende außerdem eine visuelle Orientierungshilfe.
Wo ist die erlaubte Ausrüstung geregelt?
In Deutschland bestimmt die LPO die zulässige Ausrüstung. Der Ausrüstungskatalog der FN enthält für Dressur, Springen und Vielseitigkeit ergänzende und klarstellende Informationen zu § 68 und § 70 der LPO.
Sind neben der LPO weitere Bestimmungen zu beachten?
Ja. Ergänzende Bekanntmachungen gehören laut FN zum gültigen Regelwerk. Außerdem können besondere Bestimmungen der Landeskommissionen LPO-Regelungen weiter definieren. Zu beachten sind die aktuellen Regelungen des Kommissionsbereichs in Deutschland, in dem das Turnier stattfindet.
Quellen
- Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN): Leistungs-Prüfungs-Ordnung als Grundlage des Turniersports – pferdesport-deutschland.de (14.07.2026)
- | Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht
- FN-Regelwerke online oder per APP | FNverlag (2024)
Geschrieben von Equidara-Redaktion. Stand: 10. Oktober 2026.
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